Google hat offiziell die Systemanforderungen für seine neue Plattform für künstliche Intelligenz – Gemini Intelligence – bekannt gegeben. Zwar ist der Start des groß angelegten Updates für Android-Geräte für den Sommer 2026 geplant, doch schon jetzt ist klar: Zugang zu den fortschrittlichen Funktionen erhalten ausschließlich Besitzer von Premium-Geräten.
Vergangene Woche kündigte Google eine neue Generation intelligenter Funktionen für Smartphones an, bei der künstliche Intelligenz vom Format eines gewöhnlichen Chatbots zu einem „agentenbasierten“ Modell übergeht. Damit ein Gerät jedoch selbstständig mehrstufige Aufgaben ausführen kann, benötigt es eine solide Hardwarebasis.
Strenge Hardwareanforderungen: KI benötigt Ressourcen
Laut den veröffentlichten Daten wird Gemini Intelligence von Einsteiger- oder veralteten Geräten nicht unterstützt. Für den stabilen Betrieb der Plattform muss ein Smartphone folgenden Kriterien entsprechen:
- Mindestens 12 GB Arbeitsspeicher;
- Vorhandensein eines aktuellen Flaggschiff-Prozessors (genaue Modelle werden nicht angegeben, es geht aber um Chips mit leistungsstarken neuronalen Prozessoren);
- Hardwareunterstützung für das Sprachmodell Gemini Nano v3;
- Unterstützung von räumlichem Audio und HDR-Inhalten.
Darüber hinaus stellt Google beispiellose Anforderungen an die Softwareunterstützung: Der Smartphone-Hersteller muss die Veröffentlichung von Betriebssystem-Updates für mindestens 5 Jahre garantieren und Sicherheitspatches für mindestens 6 Jahre bereitstellen.
Welche Smartphones stehen auf der Liste der Auserwählten?
Derzeit erfüllen nur die neuesten Flaggschiff-Serien und einige Sub-Flaggschiffe des Jahres 2026 alle genannten Kriterien. Dazu zählen:
- Google Pixel 10;
- Samsung Galaxy S26;
- OnePlus 15 und 15R;
- Motorola Signature;
Top-chinesische Modelle: Honor Magic 8 Pro, Oppo Find X9, sowie alle Versionen von vivo X200 und X300.
Außerdem wird angegeben, dass die künftigen faltbaren Smartphones von Samsung – Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 – Gemini Intelligence sofort „ab Werk“ unterstützen werden.
Warum das wichtig ist: Was Gemini Intelligence kann
Die neue Plattform verändert grundlegend die Logik der Interaktion mit Android. Die KI kann im Hintergrund arbeiten, den Kontext auf dem Bildschirm analysieren und Aktionen zwischen verschiedenen Apps fast ohne menschliches Eingreifen ausführen.
Zu den wichtigsten Neuerungen des Updates gehören:
- Automatisierung von Routineaufgaben: Der Nutzer kann eine handgeschriebene Einkaufsliste fotografieren und einfach einen Befehl geben. Die KI findet selbstständig alle Waren über die Lieferapp und stellt den Warenkorb zusammen.
- Create My Widget: Ein innovativer Widget-Generator. Es reicht eine Textanfrage (zum Beispiel „erstelle ein Widget, das dreimal pro Woche Rezepte mit hohem Proteingehalt anzeigt“), und das System generiert eine personalisierte Oberfläche für den Startbildschirm.
- Tiefe Integration in das Ökosystem: Gemini erkennt den Kontext offener Tabs im Chrome-Browser und im Autofill-System von Android (Android Autofill) und schlägt relevante Daten aus Gmail, Google Fotos und anderen Diensten des Unternehmens vor.
Gemini Intelligence macht einen Schritt in Richtung eines autonomen intelligenten Assistenten, der die Logistik alltäglicher digitaler Aufgaben übernimmt und dem Nutzer nur die abschließende Bestätigung der Vorgänge überlässt.